Bühne

Klein Zaches genannt Zinnober

Wann  
01.09.2016, 10:00 - 12:00 Uhr Weiterleiten
Wo

Carrouseltheater an der Parkaue

Berlin Lichtenberg

 




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Klein Zaches, genannt Zinnober, ist ein Kunstmärchen von E. T. A. Hoffmann aus dem Jahre 1819. Es spielt in einem fiktiven Fürstentum, das vordergründig an die deutschen Kleinstaaten des frühen 19. Jahrhunderts erinnert, andererseits aber märchenhaft-phantastische Züge trägt, von Feen mit von Tauben gezogenen Wagen bevölkert wird und auch sonst Schauplatz mannigfacher Wunder ist. Nach dem Tode des liberalen Fürsten Demetrius führen seine Nachfolger Paphnutius und Barsanuph indes per Dekret die „Aufklärung“ ein. Sie lassen nicht nur „die Wälder umhauen, die Dorfschulen verbessern und die Kuhpocken einimpfen“, sondern verbieten vor allem das „heimliche Gift“ der Poesie und lassen die Feen nach ihrer Heimat, dem Lande Dschinnistan, expedieren. Nur wenige dürfen mit Rücksicht auf das Volk bleiben, darunter die Fee Rosabelverde, die als „Fräulein von Rosenschön“ im adeligen Damenstift des Barons Prätextatus von Mondschein untergebracht wird. Eines Tages stößt sie am Wegesrand auf das arme zerlumpte Bauernweib Liese, die im Korb ihr zweieinhalbjähriges missgestaltetes Söhnlein, den „Wechselbalg“ Zaches mit sich schleppt. Auf seinen „Spinnenbeinen“ kann er nicht stehen, nicht gehen; statt zu reden knurrt und miaut er wie eine Katze. Dabei frisst er „wie der stärkste Knabe von wenigstens acht Jahren“. Aus Mitleid kämmt ihm Rosabelverde heimlich das struppige Haar und verleiht „dem bösen Alräunchen“ damit die Gabe, dass er allseits für einen hübschen und verständigen Menschen gehalten und alle Leistungen, die in seiner Gegenwart ein anderer vollbringt, ihm zugerechnet werden. Von einem Pfarrer in Pflege genommen, macht sich Zaches nach Jahren auf in die berühmte Universitätsstadt Kerepes, um dort die Rechte zu studieren. Auf einem literarischen Tee stellt ihn der Naturwissenschaftler Professor Mosch Terpin als den „jungen Herrn Zinnober“ seinen Gästen vor. Ungeachtet seines hässlichen Aussehens, seines ungelenken Verhaltens und eines unrühmlichen Sturzes vom Pferd bei seinem Einritt in Kerepes zieht Zaches Bewunderung auf sich. Das Gedicht „Von der Liebe der Nachtigal zur Rose“, das der Student Balthasar vorträgt, um Terpins Tochter Candida zu beeindrucken, wird allgemein gepriesen, jedoch zu Balthasars Leidwesen dem Herrn Zinnober als sein Werk zugeschrieben, während umgekehrt dessen katzenhaftes Gequieke Balthasar angelastet wird.


Stätte

Carrouseltheater an der Parkaue

Parkaue 29

10367 Berlin Lichtenberg


Homepage

(030) 5577520

(030) 55775222


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